Samstag, 19. September 2015
Bonjour Paris!
kathalin, 01:04h
Paris, die Stadt der Liebe. Und genau so habe ich die 4 Tage mit meiner Stufe in Paris erlebt- ich habe mich Hals über Kopf in diese traumhafte Stadt verliebt.
Boulangerien. Kleine Cafés. Straßenmusiker.Künstler.
In Paris wimmelt es an jeder Straßenecken von beeindruckenden Menschen mit tollen Talenten.
Leider ist man, wenn man an eine Gruppe gebunden ist nicht so frei, wenn's darum geht die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Denn während ich auf den Geschmack von Museen und Architektur kam, sahen die anderen den Gucci-Shop auf der anderen Straßenseite.
Ich finde es stets faszinierend wie unterschiedlich Menschen sein können.
Doch die Modemetropole hat auch ihre Schattenseiten. Obdachlose. Und der Kampf um das Geld der vorbeiziehenden Passanten machte mich einerseits betroffen, wenn Männer mit fehlenden Gliedmaßen oder 3 abgemagerten Hunden im Matsch saßen.
Doch was mich wirklich an meine Grenzen getrieben hat sind die ausländischen Bettler mit ihren kleinen Kindern. Stundenlang saßen sie im Regen und ich fand es mehr als verantwortungslos, dass man sein Kind diesen Strapazen, dem strömenden Regen und der Kälte den ganzen Tag aussetzt. Schlimm genug dass man zu diesen Mitteln greifen muss um in Paris Aufmerksamkeit zu bekommen, um ein paar Cent in den Becher geworfen zu kriegen. Wie soll man damit umgehen, wenn man weiß, dass hinter dem ganzen Banden stecken? Woher weiß man, dass man wirklich hilft und das Geld nicht bei sonst einem Reichen Hirni landet, dem ich mit Sicherheit nicht das Geld in den Arsch schieben will.
Und diese Banden scheinen eine super Organisation zu haben. Wenn die Sonne scheint, dann rennen dir auf 50 Meter Fußmarsch 5 Händler mit eisgekühlten Getränken über den Weg. Wenn es regnet, dann sind es urplötzlich Regenschirme für 4 Euro, wenn es dunkel wird, dann gibt es überall leuchtende Fluggeräte und wenn gerade keine extremen Wetterbedingungen herrschen, dann verkauft man eben Plastikeiffeltürme.
Super Organisation. Das muss man ihnen echt lassen. Doch der Zwiespalt zwischen 1) ich will diesen Menschen helfen. Das ist ihr Lebensaltag, ihr Job mit dem sie ihre Familie ernähren müssen und 2) diese Banden werden von mir nicht unterstützt- ist ein ständiges Thema in Paris.
Für ein schulisches Projekt waren wir nun in Kleingruppen auf der Suche nach netten Parisern, die uns unseren Fragebogen ausfüllen.
Thema: "was halten Sie von den Deutschen"
Und wie es kommen musste, war unsere erste Befragte eine Jüdin. Sie meinte, sie könne aufgrund ihrer Vergangenheit eigentlich kein gutes Haar an den Deutschen lassen und bittete uns deshalb um Verständnis. Auf den Fragebogen schrieb sie " ich habe große Hoffnung in die neuen Generationen".
Später trafen wir einen Farbigen, der uns erklärte, er habe gehört, dass alle Deutschen Rassisten sind. Wir vereinten das und nachdem er zu der Frage " bekannte Deutsche, die ich kenne" --Adolf Hitler-- in den Bogen schrieb, da wurde uns allen schon etwas mulmig.
Natürlich wussten wir, dass unser Landeshintergund bei vielen Franzosen noch sehr präsent sein wird, aber das man uns Deutsche wirklich so schlimm ansieht, vorallem heute noch, das hat uns alle sehr erschrocken.
Insgesamt: Paris, die Stadt der Liebe. Ich bin in dich verliebt 💕. Mit all deinen Seiten hast du mich verzaubert und ich bin mit vielen neuem Erfahrungen im Rucksack zurück nach Deutschland gekommen.
Vielen Dank an die tolle Organisation der Lehrer und die tolle Zeit mit meinen Mitschülern
J.Kathalin
Boulangerien. Kleine Cafés. Straßenmusiker.Künstler.
In Paris wimmelt es an jeder Straßenecken von beeindruckenden Menschen mit tollen Talenten.
Leider ist man, wenn man an eine Gruppe gebunden ist nicht so frei, wenn's darum geht die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Denn während ich auf den Geschmack von Museen und Architektur kam, sahen die anderen den Gucci-Shop auf der anderen Straßenseite.
Ich finde es stets faszinierend wie unterschiedlich Menschen sein können.
Doch die Modemetropole hat auch ihre Schattenseiten. Obdachlose. Und der Kampf um das Geld der vorbeiziehenden Passanten machte mich einerseits betroffen, wenn Männer mit fehlenden Gliedmaßen oder 3 abgemagerten Hunden im Matsch saßen.
Doch was mich wirklich an meine Grenzen getrieben hat sind die ausländischen Bettler mit ihren kleinen Kindern. Stundenlang saßen sie im Regen und ich fand es mehr als verantwortungslos, dass man sein Kind diesen Strapazen, dem strömenden Regen und der Kälte den ganzen Tag aussetzt. Schlimm genug dass man zu diesen Mitteln greifen muss um in Paris Aufmerksamkeit zu bekommen, um ein paar Cent in den Becher geworfen zu kriegen. Wie soll man damit umgehen, wenn man weiß, dass hinter dem ganzen Banden stecken? Woher weiß man, dass man wirklich hilft und das Geld nicht bei sonst einem Reichen Hirni landet, dem ich mit Sicherheit nicht das Geld in den Arsch schieben will.
Und diese Banden scheinen eine super Organisation zu haben. Wenn die Sonne scheint, dann rennen dir auf 50 Meter Fußmarsch 5 Händler mit eisgekühlten Getränken über den Weg. Wenn es regnet, dann sind es urplötzlich Regenschirme für 4 Euro, wenn es dunkel wird, dann gibt es überall leuchtende Fluggeräte und wenn gerade keine extremen Wetterbedingungen herrschen, dann verkauft man eben Plastikeiffeltürme.
Super Organisation. Das muss man ihnen echt lassen. Doch der Zwiespalt zwischen 1) ich will diesen Menschen helfen. Das ist ihr Lebensaltag, ihr Job mit dem sie ihre Familie ernähren müssen und 2) diese Banden werden von mir nicht unterstützt- ist ein ständiges Thema in Paris.
Für ein schulisches Projekt waren wir nun in Kleingruppen auf der Suche nach netten Parisern, die uns unseren Fragebogen ausfüllen.
Thema: "was halten Sie von den Deutschen"
Und wie es kommen musste, war unsere erste Befragte eine Jüdin. Sie meinte, sie könne aufgrund ihrer Vergangenheit eigentlich kein gutes Haar an den Deutschen lassen und bittete uns deshalb um Verständnis. Auf den Fragebogen schrieb sie " ich habe große Hoffnung in die neuen Generationen".
Später trafen wir einen Farbigen, der uns erklärte, er habe gehört, dass alle Deutschen Rassisten sind. Wir vereinten das und nachdem er zu der Frage " bekannte Deutsche, die ich kenne" --Adolf Hitler-- in den Bogen schrieb, da wurde uns allen schon etwas mulmig.
Natürlich wussten wir, dass unser Landeshintergund bei vielen Franzosen noch sehr präsent sein wird, aber das man uns Deutsche wirklich so schlimm ansieht, vorallem heute noch, das hat uns alle sehr erschrocken.
Insgesamt: Paris, die Stadt der Liebe. Ich bin in dich verliebt 💕. Mit all deinen Seiten hast du mich verzaubert und ich bin mit vielen neuem Erfahrungen im Rucksack zurück nach Deutschland gekommen.
Vielen Dank an die tolle Organisation der Lehrer und die tolle Zeit mit meinen Mitschülern
J.Kathalin
... link (0 Kommentare) ... comment